21. ACATIS Value Konferenz in Frankfurt am Main

Pressemitteilung, Frankfurt am Main, 10.06.2024

Pressemitteilung

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21. ACATIS Value Konferenz in Frankfurt am Main am 7. 6. 2024
Die Zukunft ist machbar - was man in Freiheit tun kann
Imagine - es gibt gewaltige Chancen abseits vom Mainstream
Gewinnmöglichkeiten mit grüner Technologie
Deutschland wieder fit machen

Frankfurt am Main, 10. Juni 2024 (mpr)

„Auch wenn die Phantasie angesichts der täglichen Zeitungsnachrichten nicht immer mitspielt, ist die Zukunft in Freiheit doch grundsätzlich gestaltbar“, zeigte sich der Fondsmanager Dr. Hendrik Leber zum Abschluss der diesjährigen 21. ACATIS Value Konferenz in Frankfurt am Main am 7. Juni 2024 überzeugt. Leber ist Geschäftsführer der ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH. Rund 120 Teilnehmer konnten in diesem Jahr in der Frankfurt School of Finance & Management acht Fachvorträgen folgen und die Themen diskutieren.
 
Die ACATIS Value Konferenz diskutiert jährlich neue Wirtschafts-, Gesellschafts- und Technologietrends unter dem Aspekt langfristiger Investitions- und Gewinnmöglichkeiten. „Wir spannen mit den diesjährigen Referenten den Bogen von notwendigen und möglichen Veränderungen in Deutschland, den Chancen der Digitalisierung, möglichen positiven wirtschaftlichen Effekten der grünen Transformation über die Chancen der Künstlichen Intelligenz bis hin zu den Investitions- und Gewinnmöglichkeiten bei technischen Themen wie der Methangasgewinnung aus Müll und der Stromerzeugung aus Methanol“, so Leber.

Freilich koste ein ökologischer Umbau Geld, könne aber auch neue Gewinne bringen. Und ein verzögerter Umbau sei mittelfristig, manchmal schon kurzfristig teurer. Damit einher gehen müssten sofortige Digitalisierung, Bürokratieabbau und Technologieoffenheit. Leber kennt gute Nachrichten aus drei großen Bereichen: IT mit KI und Hardware, Gesundheitsindustrie und Infrastruktur - darunter große CO2-Emittenten wie Stahl-, Zement- und Kraftwerke sowie Chemiefabriken. „Wir präsentieren heute mit SFC und Waga zwei interessante, nachhaltige Firmen mit Profitpotenzial, die beide Technologien anbieten, die andernorts bereits genutzt werden.“

Entscheidend sei es, die richtigen Firmen zu identifizieren, ausreichend lange zu beobachten und dann in diese zu investieren. Auf dem US-Markt sei zwar die Aktienrendite der Großunternehmen (S&P 500) geringer als die Anleiherenditen, doch bei kleineren Firmen in USA wie weltweit ändere sich das Bild schnell; deren Aktien seien nicht zu teuer.

Praktische Vorschläge, um Deutschland wieder fit zu machen
„Deutschland ist auf dem besten Weg, abermals und womöglich dauerhaft der ‚kranke Mann‘ Europas zu werden“, konstatierte der Wirtschaftsjournalist Dr. Rainer Hank in seinem Vortrag. „Aber wir wollen nicht das Lamento fortsetzen; Optimismus ist Pflicht. Und die Wahrheit muss konkret werden. Wie wäre es mit einer Steuerreform, die den Spitzensatz unter 40 Prozent drückt? Wie wäre es mit einer Arbeitsmarktreform, die - in Zeiten bester Beschäftigung - die Arbeitsverwaltung schließt und die Versicherungsbeiträge schrumpft? Wie wäre es mit einer Bildungsreform, die konkrete Mentoringangebote von Studenten für Hauptschüler vorsieht?“ Das verdoppele die Chancen einer Berufsausbildung und verbessere das Wirtschaftswachstum. Gleiches gelte für Mehrarbeit: Sie müsse belohnt werden durch Abschaffung des Ehegattensplittings und degressive Besteuerung von zusätzlicher Arbeit. Die Lebensarbeitszeit müsse verlängert werden. „Entwicklungshilfe muss abgeschafft und die Mittel müssen für Verteidigung und Infrastruktur umgewidmet werden.“ Sprunginnovationen müssten gefördert werden, nicht die Weiterentwicklung von existierender Technologie. Hank verglich Europa, in dem Mercedes, VW und Bosch gefördert würden, mit den USA, die Amazon, Alphabet und Meta unterstützten. „Und der AI-Act gehört für eine Weile in die Schublade; wir brauchen erst mehr Erfahrungen, bevor wir die KI regulieren können.“

Der Papiertiger muss in den Reißwolf
Erfahrungswerte zur Digitalisierung erläuterte der aus Deutschland stammende Digitalberater Florian Marcus anhand von Estland. „Was ist eigentlich gute Digitalisierung? Die Steuererklärung digital und in nur drei Minuten abgeben, online wählen oder die Meldeadresse mit einem Mausklick ändern, das ist in Estland seit Jahrzehnten Realität.“ Warum hinkt Deutschland dieser Entwicklung 20 Jahre hinterher? Liegt es an der Größe des Landes, dem Föderalismus oder wird der Datenschutz in Deutschland viel ernster genommen?“
Marcus zeigte die wichtigsten Digitalbaustellen auf und nahm die Konferenzteilnehmer mit auf eine Reise in eine bereits existierende Zukunft, in der die Europawahl elektronisch stattfindet, der Staat der Bevölkerung seine Dienstleistungen proaktiv anbietet und trotzdem die Privatsphäre aller Bürgerinnen und Bürger mit dem passenden Rechtsrahmen geschützt ist. „Die staatliche Geburtsanzeige für meine neugeborene Tochter ging direkt digital an beide Elternteile, und das Kind ist für den Staat fortan mit unseren Identitäten verknüpft.“ Das grundlegende estländische staatliche Datenübertragungsprotokoll X-Road sei Open Source, und auch Deutschland könne damit jederzeit beginnen, Teilbereiche der Verwaltung zu digitalisieren. „Warum ist Estland so weit? Uns fehlen seit Jahrzehnten Arbeitskräfte, und wir müssen die Verwaltung schlank halten. Jeder Staatsdiener fehlt im Bruttoinlandsprodukt. Allein durch die flächendeckende digitale Unterschrift in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, der Wirtschaft und des Staates haben wir zwei Prozent des BIP gespart.“

Daten-Träume
Wie Künstliche Intelligenz Wissenschaft und Wirtschaft revolutionieren wird, zeigte der KI-Forscher Alex Graves von der Londoner Firma InstaDeep, die im Januar 2023 von der Mainzer BioNTech übernommen wurde.
„Die jüngsten Fortschritte bei der generativen Künstlichen Intelligenz haben es ermöglicht, realistische Texte, Bilder, Musik und sogar Videos zu erzeugen. Dieselben Techniken können aber auch auf riesige Datenbestände aus Wissenschaft, Industrie, Finanzwesen und anderen Bereichen angewendet werden, die von Menschen nicht direkt interpretiert werden können.“ Graves berichtete in seinem Vortrag über den Einsatz von „Bayesian Flow Networks“ (BFN), einen kürzlich von ihm mitentwickelten Modellierungsrahmen zur Simulation, Vorhersage und zum Verständnis einer Vielzahl komplexer Datensätze. „Die gegenwärtig bekannten generativen KI-Modelle liefern lediglich Wahrscheinlichkeitsverteilungen für eindimensionale Verteilungen, aber eigentlich interessieren uns vieldimensionale Daten viel mehr." BFN seien in der Lage, Verteilungen innerhalb der Datengesamtheit zu entdecken. ACATIS plant, diese Technik zur Unternehmens- und Aktienanalyse einzusetzen und so Investitionsentscheidungen zu verbessern.

Das grüne Jahrzehnt: Transformation ist machbar
„Unsere Wirtschaft steht vor der größten Transformation seit der industriellen Revolution: Für den Umbau zur Klimaneutralität müssen bis 2030 die Weichen gestellt sein. Knapp eine Billion muss Europa pro Jahr bis 2030 investieren“, konstatierte Horst von Buttlar, Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Viele Unternehmen hätten das erkannt und steuerten bereits um. Sie investieren, um Jobs und ihre Zukunft zu sichern. „Klar ist: Wer keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, hat keine Zukunft. Aber wir sind nicht ohnmächtig, und auf Firmen, die umdenken, warten große Chancen.“ Doch USA und China sind auf dem besten Wege, Europa davonzueilen. Dabei arbeiteten auf dem alten Kontinent reichlich aufstrebende Firmen, die von der Batteriefertigung über die CO2-Abscheidung bis zu CO2-armen Baustoffen und Stählen Schlüsseltechnologien marktreif entwickelt haben. „Wenn wir uns fragen, was geht, stellen wir doch fest, dass alle nötigen Schlüsseltechnologien erfunden sind, die wir gegen den Klimawandel brauchen. Wir müssen sie nur hochfahren.“ Und man dürfe sich nicht verzetteln. Die größten Probleme seien Stahl, Zement, Chemie, Infrastruktur und Verkehr, man könne sofort loslegen.

Gewinn mit Deponiegas
Wie aus einem Schadstoff ein Rohstoff mit Profitchancen werde, zeigt das Beispiel Waga Energy. Millionen Kubikmeter Methan entstehen stündlich auf Mülldeponien in aller Welt. Dieses Methan wird bisher abgefackelt - also zu CO2 verbrannt - oder in die Atmosphäre geleitet und trägt so zur globalen Erwärmung bei. Das Treibhausgaspotenzial von Methan ist etwa 25-mal so hoch wie das von Kohlendioxid. Wie das französische Unternehmen Waga Energy hilft, diese Energieverschwendung zu beenden, illustrierte Waga-Chef Mathieu Lefebvre. Er liefert Waga-Boxen, containergroße fertig montierte Filteranlagen, die Deponiegas durch Filterung und Destillation in „Biomethan“ umwandeln. Dieses Biomethan ist chemisch identisch mit natürlichem Methan und kann direkt in die existierenden lokalen Erdgas-Verteilnetze eingespeist werden, um fossile Brennstoffe zu ersetzen. Über 20 Waga-Boxen sind bereits unter Management von Waga in Frankreich, Spanien, Kanada und den USA in Betrieb, monatlich werden es mehr. Sie haben schon über 100 Mio. Kubikmeter Methan in die Gasnetze eingespeist und damit mehr als 180.000 t CO2-Äquivalente eingespart, was gleichzeitig allen Beteiligten Erträge bringt und der Gasenergieversorgung ein weiteres sicheres Standbein hinzufügt, dazu noch zu unschlagbar günstigen Kosten von 22 €/tCO2-Äquivalent im Vergleich zu Photovoltaik (515 €), Bio-Energie (178 €), Luftwärmepumpen (169 €), Wind (75 €) und Fernwärmenetzen (44 €). Dieses Methan wird regional produziert und verbraucht, erfordert also keine zusätzlichen Ferntransportkapazitäten.

Brennstoffzellen und Energiespeicher im Verbund
„Stellen Sie sich eine Welt vor, in der saubere Energie immer und überall auch ohne Netzanbindung bereitsteht“, forderte Dr. Peter Podesser auf, CEO der SFC Energy AG, Brunnthal, gegründet im Jahr 2000 als SFC Smart Fuel Cell. Heute produziert und liefert SFC ein aufeinander abgestimmtes System von Methanol- und Wasserstoffbrennstoffzellen zur Erzeugung elektrischen Stroms für professionelle, industrielle, militärische und private Zwecke. Die Geräte ersetzen herkömmliche Diesel- und Benzingeneratoren. Ergänzt wird das Portfolio durch angepasste Batteriespeicher und Elektrolyseanlagen, die Wasserstoff aus Wasser gewinnen und dafür überschüssige Energie aus Photovoltaik- und Windenergieanlagen einsetzen. Der Wasserstoff wird mit Brennstoffzellen zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Strom verwandelt, wenn andere Energiequellen zu wenig liefern. So entstehen Notstromanlagen für die Datenübertragung, Anlagenüberwachung, zur Netzstabilisierung und provisorische Netze zur Stromversorgung von Events.

Fonds zur privaten Altersvorsorge in Deutschland
„Mehr als zwei Jahrzehnte nach Einführung der Riester-Rente ist die Reform der privaten Altersvorsorge überfällig“, so Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. in Frankfurt am Main. „Die von der Bundesregierung eingesetzte Fokusgruppe empfiehlt in ihrem Bericht, auf den Zwang zu Garantien und Verrentung zu verzichten und den Sparern Wahlfreiheit zu lassen. Fonds sollen als förderfähige Altersvorsorge zugelassen werden. Darüber hinaus haben wir durchgesetzt, die Idee eines Staatsfonds in der privaten Altersvorsorge nicht weiter zu verfolgen. Die Bundesregierung muss diese Reformen dringend umsetzen, damit nicht wieder eine Legislaturperiode ergebnislos verstreicht. Entweder wir bekommen es bis zur Sommerpause 2025 hin, oder es dauert wieder mindestens vier Jahre.“ Richter schätzt die Erfolgsaussichten für das Altersvorsorgedepot im Bundestag auf 50 zu 50.

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft ACATIS Investment mit einem verwalteten Vermögen von knapp 12 Mrd. Euro und 34 Mitarbeitern konzentriert sich auf wertorientiertes Investieren und veranstaltet jährlich die Value-Konferenz zum Ideenaustausch in der Investmentbranche.

Die Videos der 21. ACATIS Value Konferenz werden in einigen Tagen auf Youtube.com veröffentlicht.

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ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, mainBuilding, Taunusanlage 18, D-60325 Frankfurt am Main, Tel.: +49/ 69/ 97 58 37-77, Fax: +49/ 69/ 97 58 37-99, E-Mail: anfragen@acatis.de, www.acatis.de.
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